20. Juli 2010
Elterngeld: Wie man sozialen Unfrieden stiftet

Ein Gesetzentwurf aus dem Familienministerium sieht vor, dass Minijobbern das Elterngeld gestrichen wird. Absurder geht’s nicht. Ein Kommentar

Sommerloch? Von wegen! Was in diesen Tagen aus dem Familienministerium in Berlin dringt, hat das Potenzial zum Skandal. Es steht, was die Verachtung von sozial Schwachen angeht, auf der selben Stufe wie das Gerede von der "spätrömischen Dekadenz", die Guido Westerwelle unlängst unter Hartz-IV-Empfängern ausgemacht haben wollte. Ja, man kann es auch so sehen: Der Plan von Familienministerin Kristina Schröder, Mini-Jobbern das Elterngeld zu kürzen, ist die konsequente Fortsetzung der Westerwelle'schen Diktion.

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